Abtreibung ist Mord

Radikale Abtreibungsgegner*innen werfen ungewollt schwangeren Menschen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, Mord oder Tötung vor. 

Da für Lebensschützer*innen das Leben bereits mit der Verschmelzung von Eizelle und Spermium entsteht, handelt es sich aus ihrer Perspektive bei einer Abtreibung um „Mord“ oder „Tötung“ eines „Kindes“. Mit ihrer drastischen Wortwahl wollen Abtreibungsgegner*innen die Debatte emotionalisieren, um so ihre Ziele zu erreichen. 

Juristisch ist das im Übrigen Unsinn, da die Tatbestände Mord oder Totschlag erst auf geborene Menschen angewandt werden können. Für Schwangerschaftsabbruch gibt es einen eigenen Strafrechtsparagrafen – den §218.