Die Macht der Sprache und Bilder

Proppere Babygesichter, weinende Frauen oder Schockfotos… Abtreibungsgegner*innen nutzen in ihrem Kampf gegen sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche die Macht der Sprache und Bilder. 

Sprache und Bilder sind wesentliche Mittel im Kampf der „Lebensschützer*innen“ und sollen Emotionen hervorrufen. ​​​​​​​Darum reden sie stets vom „Kind“, „Baby“ oder „ungeborenen Leben“. Auf ihren Webseiten, Flyern, Postern und Werbemitteln findet man proppere und strahlende Babys, traurige Frauengesichter oder hochschwangere Menschen. Sie versuchen damit an Wertvorstellungen anzuknüpfen, die gesamtgesellschaftlich bezüglich Abtreibung, Mutterschaft und Schwangerschaft vorherrschen.

Schwangerschaftsabbruch ist ein Graubereich und viele Menschen haben keine klare Haltung zum Thema, das macht es für „Lebensschützer*innen“ einfacher zu intervenieren. Mit ihren Bildern und Aussagen sprechen Abtreibungsgegner*innen den Mainstream und die bürgerliche Mitte an und können dort ihre Positionen festigen. Darüber hinaus versuchen sie mit diesen Werkzeugen ungewollt schwangere Menschen in Rechtfertigungsdruck zu bringen. Von der Person, die sich für eine Abtreibung entscheidet, wird das Bilder der Täter*in gezeichnet, um so zu stigmatisieren und Druck aufzubauen.