Zwei Opfer

Radikale Abtreibungsgegner*innen behaupten, dass ein Schwangerschaftsabbruch immer zwei Opfer habe: „Kind und Mutter“. 

Erstens handelt es sich bei einem Fötus nicht um ein „Kind“. Zweitens zeigen Studien, dass die meisten Menschen die abgetrieben haben mit dieser Entscheidung vollkommen im Reinen sind. ​​​​​​​

Dieser Erzählung, dass „eine Abtreibung immer zwei Opfer habe“ liegt das „Post Abortion Syndrom“ (PAS) zugrunde, dem sich „Lebensschützer*innen“ gerne bedienen, um das Bild des „Opfer-Seins“ der Person die abgetrieben hat zu bekräftigen und sich so vermeintlich auf die Seite der Frauen zu stellen. Jenes PAS bezeichnet ein angebliches Syndrom, das sich durch eine vermehrte psychische Belastung (wie beispielsweise Schuldgefühle oder Depression) nach einem Schwangerschaftsabbruch auszeichnet. Allerdings wird das „Post Abortion Syndrom“ von keiner medizinischen oder psychiatrischen Vereinigung anerkannt.

Im Gegenteil: es gibt keine einzige Studie die belegt, dass Menschen die abgetrieben haben eine höhere psychische Belastung aufweisen als andere. Was jedoch belastet, sind die äußeren Umstände, wie eine Studie der University of California oder zahlreiche Abtreibungsgeschichten eines Projekts von Pro Choice Sachsen zeigen.