Unsere Forderungen

Die Pandemie zeigt überdeutlich, warum die aktuelle Gesetzgebung, die gesellschaftliche Haltung zum Thema Abtreibung und finanzielle Regelungen Mist sind und das Leben ungewollt schwangerer Menschen unnötig erschweren. Daher bleiben unsere Forderungen die alten.

Wir fordern,

  • die sofortige Streichung der Paragraphen 218 und 219a StGB. Die Kriminalisierung von Schwangeren und Ärzt*innen muss aufhören.
  • mehr Kliniken und Praxen, in denen ein Abbruch vorgenommen werden kann
  • die volle Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Krankenkassen.
  • dass Schwangerschaftsabbrüche verpflichtender Teil der medizinischen Ausbildung werden – dass Ärzt*innen Abbrüche nicht mehr ohne die Angabe von Gründen verweigern können.
  • den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln.
  • ein Ende der Tabuisierung von Abtreibungen – Schwangerschaftsabbrüche zählen zur medizinischen Grundversorgung.

Wir wollen zudem … ein Umdenken in der Gesellschaft! Es darf keine Rolle spielen,

  • ob Menschen mit oder ohne Behinderung auf die Welt kommen. Wir sind gegen eine normative Selektion durch pränatale Diagnostik.
  • ob Menschen intergeschlechtlich oder trans-maskulin sind, wenn sie schwanger sind, müssen ihnen Beratungsstellen offen stehen.

Kurzfristig schließen wir uns in Teilen den Forderungen von Doctors for Choice und Co. an:

  • Die Beratungspflicht muss umgehend ausgesetzt werden. Betroffene, die sich eine Beratung wünschen, sollten zum eigenen Schutz und dem der Berater*innen die Möglichkeit erhalten diese per Video oder Telefon in Anspruch zu nehmen.
  • die Anträge für Kostenübernahme muss von den Krankenkassen einheitlich und einfach auffindbar online zur Verfügung gestellt werden.
  • Homeuse für den medizinischen Abbruch muss ermöglicht werden.
  • Schwangerschaftsabbruch ist kein elektiver Eingriff sondern notwendige medizinische Leistung.