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MACKER

Macker sind zumeist cis Männer, die toxisch männliche Verhaltensweisen aufweisen, insbesondere das Bedürfnis, sich besonders in Szene setzen zu müssen und mit (angeblichen und vermeintlichen) „Helden“taten anzugeben, meistens, um Frauen zu beeindrucken. Viele Dinge, die sie tun, tun sie nur, um Eindruck zu schinden.

MALE GAZE

Male Gaze (aus dem Englischen: männlicher Blick) ist, wenn Menschen die Welt durch eine männliche Brille betrachten, in der Frauen als sexuelle Objekte dienen.

MARGINALISIERUNG

ist der Vorgang, bei dem Bevölkerungsgruppen (Wobei die Zugehörigkeit zu einer Gruppe selten vom Selbstverständnis ihrer Mitglieder abhängt, sondern meist auf Zuschreibungen der Mehrheitsgesellschaft basiert) an den sozialen Rand der Gesellschaft gedrängt und dadurch weniger Teilhabe am politischen und kulturellem Leben und dem öffentlichen Leben im Allgemeinen haben, als eine Gesellschaftsmehrheit.

MASKULINISMUS/ MÄNNERRECHTLER

Maskulinisten sind Gruppen und Bewegungen, die auf einer Ideologie der männlichen Überlegenheit aufbauen und die Aufrechterhaltung patriarchaler Machtverhältnisse zum Ziel haben. Aus ursprünglich emanzipatorischen, profeministischen Bewegung entstanden Initiativen, Gruppen und Netzwerke, welche über eine angebliche Übermacht feministischer Politiken klagen. Einige Beispiele sind die Vereine Agens oder Manndat, das Verleumndungswiki „Wikimannia“ oder das Forum der Bewegung „Wie viel Gleichberechtigung verträgt das Land“. Ziel dieser antifeministischen Männerrechtler, die um ihre Privilegien fürchten, ist es, die im Patriarchat fest verankerte männliche Vorherrschaft in den Geschlechterbeziehungen zu erhalten oder wiederherzustellen.

MATRIARCHAT 

Frauenfeindlichkeit als auch Feindlichkeit gegenüber Weiblichkeit. Umfasst die Verachtung gegenüber Frauen als auch die Verachtung gegenüber Weiblichkeit, d. h. dass weiblich konnotierten Verhaltensweisen, Kleidungsstücke, Gestaltungsweisen des eigenen Körpers, Gewohnheiten, Hobbies etc. als minderwertig gelten, unabhängig davon, wer sie ausübt.

MISOGYNIE

Frauenhass

MISANDRYNIE

Männerhass

MOVES

Moves (engl. Bewegungen) sind Griffe bzw. Berührungen, die „Pick-Up-Artists“ ihren Schülern beibringen.

MPUA

MPUA ist eine Abkürzung im ‚PUA‘-Jargon für „Master Pick Up Artist“, also für Typen, die es anscheinend drauf haben.


NATURAL

Ein „Natural“ ist ein Mann, der Mann-Sein nicht erst durch ‚Pick-Up‘-Wissen herstellen muss, weil er „von Natur“ aus instinktiv weiß, wie man bei Frauen erfolgreich ist.

NEOLIBERALISMUS

Denkrichtung des Liberalismus, die eine freiheitliche, marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung mit den entsprechenden Gestaltungsmerkmalen wie privates Eigentum an den Produktionsmitteln, freie Preisbildung, Wettbewerbs- und Gewerbefreiheit anstrebt, staatliche Eingriffe in die Wirtschaft jedoch nicht ganz ablehnt, sondern auf ein Minimum beschränken will. (Quelle: bpb)

‚NEUE RECHTE‘

Bei der ‚Neuen Rechten‘ handelt es sich um ein nicht klar zu umreißendes Netzwerk aus verschiedenen Medien, Akteur*innen und Organisationen, die sich als Gegenbewegung zur 68er Bewegung entwickelte. Wer zur ‚Neuen Rechten‘ gehört und wer nicht, ist nicht ganz leicht zuzuordnen, da sie sich über ihre Positionen nicht immer einig sind. Sie verstehen sich jedoch selbst als politische Elite, eine Art intellektueller Denkzirkel, und ihr gemeinsamer ideologischer Bezugspunkt ist das Vorbild der ‚Konservativen Revolution‘. Dabei handelt es sich um eine Strömung so genannter Jungkonservativer, welche die Weimarer Republik als demokratischen Verfassungsstaat überwinden wollte. Diese Strömung hatte mit Aufklärung, Gleichwertigkeit, Individualitätsprinzip, Liberalismus, Menschenrechten, Parlamentarismus, Parteiendemokratie oder Pluralismus nichts zu tun. Die Alternative sollte vielmehr eine autoritäre Diktatur mit einer Massenbasis sein.

Die heutige ‚Neuen Rechte‘ knüpft daran an, sie eint eine Ideologie, in der eine natürliche Ungleichheit und daraus folgende Ungleichwertigkeit zwischen Menschen existiert und das Zusammenleben bestimmt. Ihr Ziel ist die politische Vorherrschaft, eben die erwähnte Massenbasis. Erreichen möchten sie dies durch die Beeinflussung kultureller Eliten in Medien, Universitäten oder Politik. Sie konzentrieren sich dabei auf Metapolitik und nicht auf Tagespolitik und Parteienlogik. Um anschlussfähiger zu sein, sprechen sie von „Ethnopluralismus“, „Identität“ oder „Heimatliebe“, verwenden also neue Begriffe für alte Ideen. Sie hetzen massiv gegen Muslim*innen oder jene, die sie dafür halten und sind antifeministisch bis misogyn.

NICE GUY

Ein „nice guy“, also ein netter Mann zu sein, ist aus Sicht der ‚Pick-Up-Artists‘ nicht erstrebenswert weil man direkt in der „Friendzone“ landet und keinen Sex bekommt.

NICHT-BINÄR

Ein Begriff, der Personen umschreibt, die sich weder als weiblich noch als männlich bzw. Frau/ Mann bezeichnen würden.

NIGHT GAME 

Wenn ‚Pick-Up-Artists‘ Frauen nachts belästigen, nennen sie das „Night Game“.

NUMBER CLOSE

Wenn ‚Pick-Up-Artists‘ die Telefonnummer ihres „Targets“ erhalten, nennen sie das einen „Number Close“.


ONEITIS

Oneitis ist eine Wortschöpfung so genannter ‚Pick-Up-Artists‘. Sie soll den Zustand unerwiederter Liebe beschreiben, die einen Mann so sehr einnimmt, dass er keinen Kopf mehr für andere Frauen hat. Oneitis klingt nach Krankheit und der Begriff ist auch bewusst so gewählt. In ‚PUA‘-Kreisen nennt man die einseitige Gefühlsempfindung auch „Eine-oder-keine-Krankheit“.

OPENER

„Opener“ sind so genannte Gesprächsöffner. Diese lehren ‚Pick-Up-Artists‘ ihren Schülern, damit sie Frauen egal wo „passend“ anlabern können.

OUTER GAME 

Im Gegensatz zum „Inner Game“ ist das „Outer Game“ das sichtbare Handeln von ‚Pick-Up-Artists‘ also wie sie Frauen anmachen, ihre Taktiken, etc.