Flyern gegen Fundi-Mahnwache in Freiham

Christliche Fundamentalist*innen von „40 Tage für das Leben“, einer Gruppe radikaler Abtreibungsgegner*innen, stehen immer im Frühjahr und Herbst mit ihren Schildern und Bannern vor Kliniken oder Beratungsstellen und beten – 40 Tage lang. Am 23. September 2020 ist es wieder soweit, die Fundis beziehen Stellung vor dem Medicare Zentrum in München Freiham. Dort stehen sie bis zum 1. November 2020 jeweils von 7:15 bis 18:45 Uhr direkt an der S-Bahnhaltestelle Freiham.

Beten könnten sie überall, doch sie positionieren sich gezielt an den Orten, an denen ungewollt schwangere Menschen Hilfe und Unterstützung suchen. Wir betrachten das als gezielten Angriff auf das Recht auf körperliche und reproduktive Selbstbestimmung!

Damit die Aktion der Fundis nicht unkommentiert bleibt, haben wir Flyer zum Selberdrucken erstellt, die Ihr hier herunterladen könnt. Werdet selbst aktiv und zeigt den Abtreibungsgegner*innen, dass ihr Antifeminismus in München keinen Platz hat!

Evangelikale planen Straßenpredigerkonferenz in München 

Vom 26. bis 29. September findet die mittlerweile 4. Straßenpredigerkonferenz evangelikaler Akteur*innen in München statt. Gastgeber ist der Verein Christliche Drogenarbeit in Kooperation mit der evangelikalen Gruppierung „Es steht geschrieben“. Ein Blick auf die Agenda offenbart, dass die Veranstalter*innen keine Scheu haben, homo- und transfeindliche Hetzer, Abtreibungsgegner, Shoa-Relativierern und Rassisten eine Bühne zu geben.

Über die vier Tage hinweg sind neben den obligatorischen Gebeten und Gesängen mehrere Vorträge und Workshops sowie „Einsätze in der Münchner Innenstadt“ geplant. Ursprünglich wollten die Evangelikalen auch beim Oktoberfest Präsenz zeigen, da dieses aber ausfällt, weichen sie nun wohl auf andere Orte aus. Zum Beispiel am 26. September um 18:30 Uhr in der Feilitzschstr., Höhe Hausnummer 13.  Continue reading

Münchner*innen aufgepasst! „Pick Up-Artist“ Pöhm erneut mit Seminar in München

Wie bereits im Februar diesen Jahres plant Matthias Pöhm am 21. und 22. August sein „Pick Up“-Seminar „Männlich wirken – natürlich flirten“ in München durchzuführen. In seinen Büchern, Videos und Seminaren vermittelt der „Verführungskünstler“ Strategien, mit denen Frauen herabgewürdigt, verunsichert und emotional manipuliert werden, um sie gegen ihren Willen zu Handlungen zu zwingen.

„PUAs“ das Handwerk legen

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist dieses Mal nicht davon auszugehen, dass die Teilnehmer des Seminars durch Münchner Clubs ziehen werden. Vielmehr ist zu erwarten, dass die angehenden „Verführungskünstler“ auf so genannte „Streetgames“ setzen, bei denen Frauen direkt auf der Straße oder auf öffentlichen Plätzen angesprochen werden.

Darum rufen wir erneut dazu auf, sich gegen das sexistische und frauenfeindliche Seminar zu positionieren und Eure Freund*innen zu warnen! Dafür haben wir Flyer zum Selberdrucken erstellt, die Ihr hier zum Download findet. Continue reading

*Aktualisiert* Aufruf zum solidarischen Prozessbesuch

Update 14.8.20:

Wir möchten bei dieser Sache so transparent wie möglich und so diskret wie nötig sein. Der Prozess des Aktivisten am Dienstag wurde abgesagt, da nach Abwägung aller Gegebenheiten der Strafbefehl angenommen wurde. Wir rufen daher noch einmal dazu auf, den Genossen finanziell zu unterstützen wenn Ihr das könnt. Der Leetchi Spendentopf ist noch bis zum 30. September 2020 um 13:12 Uhr geöffnet. 

Bereits jetzt: Vielen Dank für jede Unterstützung! Ihr seid großartig. Unsere Solidarität gegen ihre Repression. 


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Mili’s Tanz auf Golgotha 

Seit über zehn Jahren sind die Vereine „Euro Pro Life“ und „Gottes Helfer für Gottes kostbare Kinder“ in München aktiv. Ihre Mitglieder sind Anhänger*innen des christlichen Fundamentalismus, welche die Bibel wörtlich auslegen und in der Regel konservative bis extrem rechte Positionen vertreten. Dazu gehört beispielsweise, dass sie eine rigide Sexualmoral vertreten, gegen Homosexualität sind und Menschen mit Uterus das Recht auf Abtreibung absprechen.

Am 25. Juli wollen die „Helfer“ wieder ihre monatliche Gebetsstunde durchführen. Diesen Monat werden sie das Medicare Zentrum in München Freiham belagern. Wir rufen zu Gegenprotesten auf.  Continue reading

Diskussionsrunde: Pro Choice Aktivismus

Zum Abschluss der Aktionstage „Abortion In Crisis – Schwangerschaftsabbruch in der Krise“ gibt es noch dieses fantastische Schmankerl für Euch. Eine Online-Diskussionsrunde zum Thema „Pro Choice Aktivismus“ mit Aktivist*innen vom what the fuck! Bündnis aus Berlin, Pro Choice Passau, von der Rosa Antifa Wien, Pro Choice Salzburg und uns, der Antisexistischen Aktion München. 
 

Wir werfen gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen der Proteste und Aktionen in Berlin, Salzburg, Wien, München, Passau und darüber hinaus. Wer sind die Gruppen, die diese Demos und Aktionen organisieren? Was motiviert die Aktivist*innen? Welche Rückschläge haben sie erlebt? Wie motivieren sie sich trotzdem immer wieder? Und wie kann man sich selbst einbringen und aktiv werden? 
 
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Anschauen! 

Bügel gegen Fundis!

Der zweite Akt: Bügelaktion an der Kirche St. Paul in der Münchner Innenstadt  

Heute besuchten wir anlässlich der Aktionstage „Abortion In Crisis – Schwangerschaftsabbruch in der Krise“ die Kirche St. Peter in der Münchner Innenstadt. Mit unserer Aktion an dieser Kirche wollen wir auf die Situation ungewollt schwangerer Menschen aufmerksam machen – vor allem aber auch diejenigen benennen, die verantwortlich sind für die Gesamtscheiße. Der Alte Peter erscheint uns ein geeigneter Ort dafür zu sein. 

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Never let the Fundis have the Internet!

Abtreibungsgegner*innen labern viel, wenn der Tag lang ist. Der allergrößte Teil davon ist Quatsch. Wir selbst empfinden oft ein diffuses Unwohlsein, wenn wir Plakate, Pressemitteilungen oder Social Media Posts der selbst ernannten „Lebensschützer*innen“ lesen. Darum haben wir – anlässlich unserer Aktionstage unter dem Motto „Abortion in Crisis – Schwangerschaftsabbruch in der Krise“ – zehn gängige Fundi-Narrative zusammengefasst und eingeordnet.

Klickt hier, um mehr zu erfahren.  

 

Neue Recherche: Wie in der Corona-Pandemie die Masken der Abtreibungsgegner*innen fallen.  

Radikale Abtreibungsgegner*innen bezeichnen sich als „Lebensschützer“, „Lebensrechtler“ oder „Pro Life“-Bewegung und beanspruchen für sich, die „Kultur des Lebens“ zu vertreten. In dieser → aktuellen Recherche zeigen wir auf, wie infam diese Behauptungen wirklich sind. Denn gerade in der Corona-Pandemie lassen die selbst ernannten „Lebensschützer*innen“ die Masken fallen. 

Der Artikel zeigt beispielhaft aktuell getätigte Aussagen von Konservativen, (extrem) Rechten und religiösen Akteur*innen zum Thema Schwangerschaftsabbruch und Reproduktion, zeigt anhand einiger Beispiele auf, warum das Label „Lebensschutz“, das sich Pro Femina, ALfA, 40 Tage für das Leben und Co. gerne anhängen, nichts wert ist und gibt anschließend einen Ausblick, wie die Situation ungewollt schwangerer Menschen sich weiterentwickeln könnte. 

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.