Am 7. Januar 2024 jährt sich der rechtsterroristische Anschlag auf den Club Liverpool zum 40. Mal. In der Folge des Brandanschlags starb die 20-jährige Barangestellte Corinna Tartarotti, mehrere Menschen wurden verletzt und viele weitere traumatisiert.
Wer unserer Arbeit schon länger folgt, weiß, dass wir uns seit einigen Jahren mit diesem Anschlag befassen und dass es uns wichtig war – und ist – dass er nicht wieder in Vergessenheit gerät. Unsere Auseinandersetzung mit dem Anschlag könnt Ihr hier nachvollziehen.
Zum 40. Jahrestag des Anschlags hat die Stadt München das Gedenken übernommen – ein wichtiger Schritt, den wir ausdrücklich begrüßen. Auch wenn wir uns aus der Organisation des Gedenkens zurückgezogen haben – als Antifaschistinnen und Feministinnen verstehen wir es als unsere Aufgabe, allen Opfern rechter Terroranschläge solidarisch zu gedenken. Darum beteiligen wir uns auch mit einem Redebeitrag an der Veranstaltung, um an Corinna Tartarotti zu erinnern.
Kommt am 7. Januar 2024 um 10 Uhr in die Schillerstraße 10 zur offiziellen Gedenkveranstaltung.
Im Anschluss findet um 11:30 Uhr ein Podiumsgespräch im Alten Rathaus statt, auf dem auch ein Angehöriger von Corinna Tartarotti zu Wort kommen wird. Gemeinsam mit ihm, Tanja Thomas und Volker Weiß diskutieren wir das Thema „Schwierige Erinnerung: Warum wissen wir so wenig vom Rechtsterrorismus der 80er Jahre?“ Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Wir melden uns aus unserer Pause zurück. Obwohl, so eine richtige Pause war das nicht, weil wir in den vergangenen Monaten an einem Zine gearbeitet haben, in dem wir unsere Gedanken, Recherchen und Informationen zu radikalen AbtreibungsgegnerInnen sowie einige Ideen, wie Feminist*innen mit dem ganzen Mist umgehen können, gesammelt haben.
Am kommenden Freitag, den 20. Oktober 2023 beenden wir unser „Päuschen“ und unsere Veranstaltungsreihe „Bücher, Bier und Feminismus“ endet (zumindest voläufig) mit einer fetten Zine Release Party im Kafe Marat!
Wir möchten zunächst unser Mitgefühl mit den Angehörigen und Überlebenden des Anschlags vom 22. Juli 2016 ausdrücken denn: Erinnern heißt sich zu verbünden! Davon sind auch wir überzeugt und diese Verbundenheit wollen wir mit unserem Redebeitrag heute ausdrücken.
Widerständigkeit und subersive Aktionsformen entstehen unter anderem während der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem, was in unserer Gesellschaft schief läuft. Wir haben uns dieses Jahr vorgenommen Zeit für die Aspekte politischer Arbeit zu nehmen, für die wir uns eigentlich immer mal
Seit den 1970ern ist der 30. April der Tag, an dem Frauen, trans Personen und queere Menschen auf die Straße gehen, um gegen patriarchale Gewalt zu demonstrieren. Bei den sogenannten Walpurgisnachtdemos versammelten sich ursprünglich Feminist*innen zu Nachtdemos an jenen Orten, an denen zuvor Frauen überfallen, vergewaltigt und ermordet worden waren. Hierbei bemächtigten sie sich der Sage der tanzenden Hexen in der Walpurgisnacht und kamen nicht selten kostümiert und mit Besen bewaffnet auf die Straße, um den öffentlichen Raum zurückzuerobern.
Am 25. März ist es wieder einmal so weit: Das (inter-)nationale Showlaufen der radikalen Abtreibungsgegner*innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum findet bereits zum 3. Mal in München statt: Beim sogenannten „Münchner Marsch fürs Leben“ versammeln sich christliche Fundamentalist*innen – von den sogenannten evangelikalen Christen bis zu Akteur*innen der extremen Rechten – zu einer Prozession in der Innenstadt zusammen, deren inhaltliche Programmatik die Hölle auf Erden für all jene bedeutet, die nicht in das antifeministische Weltbild der Veranstalter*innen passen.

