Jeden Monat dieselbe Scheiße: am Freitag die Fundis von der Straße fegen! 

Schon wieder marschieren radikale Abtreibungsgegner*innen mit ihrem Fundi-Krempel direkt vor einer Beratungsstelle auf und belästigen Ärzt*innen/ Berater*innen und ungewollt Schwangere. Dabei gibt es mit einem neuen Gutachten des Juristinnenbundes und einer Gerichtsentscheidung des Verwaltungsgerichtes in Karlsruhe nun Ansätze, wie man die Scheiße mindestens dorthin verlegt, wo ihr Herumgebete keine*n stört.

Monat für Monat stehen die Fundis mindestens eine Stunde lang in der Türkenstraße direkt vor der Beratungsstelle von Pro Familia und belästigen die Berater*innen, die hier ihrem Beruf nachgehen. Die Abtreibungsgegner*innen verhindern damit außerdem, dass ungewollt Schwangere ihre vom Staat vorgesehene Pflicht (Kotz) erfüllen und zur Beratung gehen können. Denn die Anmeldebehörde (KVR) gibt Pro Familia immer Bescheid, wenn eine Anmeldung der Fundis reinkommt. Die Beratungsstelle bietet in dieser Zeit dann keine Termine an. Seriously? Wie sehr kann man diesen misogynen Arschgeigen bitte entgegenkommen? Weiterlesen

ASAM goes Hinterland

„Raum“ ist der Schwerpunkt des aktuellen Hinterland-Magazins und wir durften einen Artikel mit dem Titel „Fundis von der Straße fegen – Alerta Feminista!“ beisteuern. In unserem Beitrag erläutern wir, warum wir den öffentlichen Raum nicht radikalen Abtreibungsgegner*innen überlassen dürfen. Wir liefern darin einige Hintergrundinformationen zu „Lebensschutz“-Vereinen in München und Bayern sowie ihren Aktivitäten. Was hat Raum mit Pro-Choice-Aktivismus zu tun? „Die Frage, wer die Deutungshoheit über einen Raum hat, ist eben immer auch eine Machtfrage. Im Straßenprotest wird der Konsens darüber, welche soziale Bedeutung der öffentliche Raum hat oder welche Verwendungsweisen er erfahren darf, radikal in Frage gestellt und bestehende Regeln außer Kraft gesetzt.“

Das Hinterland-Magazin wird vom Bayerischen Flüchtlingsrat herausgegeben und erscheint vierteljährlich. Dem Anspruch „für kein ruhiges Hinterland“ zu sorgen wird es immer wieder gerecht. Unseren Artikel könnt Ihr hier als PDF herunterladen, das Magazin gibt es hier zum Nachlesen und wenn Ihr noch keines habt, solltet Ihr unbedingt ein Abo abschließen. Es lohnt sich!

ASAM proudly presents: das #NoFundi Stickerzine

Könnt Ihr das Wort „Spazierengehen“ so langsam auch nicht mehr hören? Einigen von uns geht es jedenfalls so. Gleichzeitig sahen wir bei unseren Spaziergängen in den letzten Monaten viel zu viel Fundipropaganda wie diese hier:

In ganz München verkleben Evangelikale „Soulsaver“ ihre Jesus-ist-der-Geilste-Propaganda. Frei nach dem Motto „halte Deine Umwelt sauber“, laden wir Euch ein, diese Fundamenalist*innenkacke zu entfernen. Und mit diesem Stickerzine haben wir den perfekten Ort für die abgezogenen Aufkleber für Euch. Es beinhaltet einige aktuelle Aufkleber der Soulsaver sowie Hintergrundinformationen zum Verein und seiner Ideologie. 

Und hier könnt Ihr die erste Auflage (A4) herunterladen. Weiterlesen

Fight Back – Antisemitismus entgegentreten

Fight Back – Antisemitismus entgegentreten! 

Am 28. Mai 2021 um 18 Uhr findet auf dem Odeonsplatz in München eine Kundgebung statt. Hier ist unser Aufruf dazu: 

Eineinhalb Jahre nach dem terroristischen Angriff auf eine Synagoge in Halle, sind anlässlich der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten Beleidigungen, Angriffe auf Synagogen und anderer judenfeindlicher Hass wieder an der Tagesordnung. Die Liste ist lang: Sie reicht von verklausulierten Aussagen, bei denen sich antisemitischer Chiffren bedient wird, über Sprechchöre auf Demos, bis zu unverhohlenen Vernichtungsdrohungen. Auch Antisemitismus als Alltagsphänomen nimmt bedrohlich Fahrt auf, etwa in Form von Hetze auf Social Media, Ausgrenzung und Anfeindungen im Arbeits- und Bekanntenkreis oder gar tätlichen Angriffen auf der Straße, wie sie auch in München vermehrt stattfinden.

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Jedes Jahr dieselbe Scheiße! – unser Redebeitrag vom 20. März 2021

Wieder einmal werden wir wegen einer antifeministischen Veranstaltung wie dem heutigen sogenannten „Marsch fürs Leben“ mit der Frage konfrontiert: Was bedeutet linksradikale feministische Kritik für uns? 

Hierbei ist uns die Handlungsnotwendigkeit feministischer Intervention – diesen Fundischweinen nicht die Straße zu überlassen – klar. Gleichzeitig sind diese antifeministischen Arschlöcher aber auch Teil einer patriarchal strukturierten Gesellschaft. Aus diesem Grund reicht eine singuläre Kritik an selbsternannten christlichen „Lebensschützer*innen“ und  am christlichen Fundamentalismus nicht aus. Wir wollen eine Antwort auf die kapitalistisch-patriarchalen Zustände finden, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind! Weiterlesen

Aufruf zu Solidarität gegen trans-misogyne Polizeigewalt

(for English version see below)

Letztes Jahr erlebte Lara, eine trans*empowernde Künstlerin und Aktivistin aus München, brutale trans-misogyne Polizeigewalt. Nach all den Demütigungen und Erniedrigungen, muss sie nun auch noch eine Geldstrafe bezahlen.

Um Lara finanziell unterstützen zu können, sammelt das Queerfeministische Netzwerk München Spenden.

Wir teilen die Spendenkampagne und rufen auf Lara zu unterstützen! Ihr könnte über die Plattform Leetchi oder auf das folgende Konto spenden:

IBAN: DE02 4306 0129 0136 6936 01
BIC: GENODEM1BOC
Stichwort: not surrender to oppression

Und wir teilen das Gedicht „Ein Einzelfall – und doch kein Einzelfall“, das unsere Freund*innen vom Queerfeministischen Netzwerk geschrieben haben und das von Laras Erlebnissen erzählt.

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Lebenswichtige Medikamente verweigert, Schläge auf Kopfhöhe – Massive Polizeigewalt beim Marsch fürs Leben

Triggerwarnung: Polizeigewalt, Repression

Wir sind immer noch am Verarbeiten und Sortieren der Ereignisse vom 20. März und werden zeitnah einen ausführlichen Nachbericht veröffentlichen. 

Neben der Freude über die vielen Aktivist*innen, die sich unserem Kampf für sexuelle und reproduktive Rechte angeschlossen haben, müssen wir an dieser Stelle leider über skandalöses Verhalten der Bullen berichten. Nach und nach erreichen uns Informationen und zeichnen ein erschütterndes Bild von massiver Polizeigewalt. Uns wurde von brutalen Verhaftungen, unverhältnismäßigem Pfeffersprayeinsatz, sexistischen Aussagen, Schlagstockeinsatz auf Kopfhöhe und ekelhaftem Gehabe von Vollzugsbeamt*innen auf der Polizeiinspektion berichtet. Neben der massiven Polizeigewalt vor Ort wurden auch mehrere Personen in Gewahrsam genommen.

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Unsere Pressemitteilung zu den Protesten am 20.3.

Fronttransparent bei der Demonstration

Wir haben heute eine Pressemitteilung zu den gestrigen Protesten gegen radikale Abtreibungsgegner*innen und ihren „Marsch fürs Leben“ versendet. Hier ein Zitat daraus: „Wir sind noch immer überwältigt davon, wie viele Aktivist*innen gestern unserem Aufruf folgten und mit uns für reproduktive Selbstbestimmung, für Feminismus, und für eine emanzipatorische Gesellschaft auf die Straße gegangen sind.“ sagt Nina Stern, Pressesprecherin der Antisexistischen Aktion München. „Gemeinsam konnten wir mit unserer Demonstration und den anschließenden Protesten ein starkes Zeichen gegen die reaktionären Positionen und Forderungen radikaler Abtreibungsgegner*innen setzen.“ 

Die gesamte Pressemitteilung findet Ihr hier.

 

Flyern gegen Fundis

Seit dem 17. Februar stehen radikale Abtreibungsgegner*innen von „40 Tage für das Leben“ vor dem Medicare Gesundheitszentrum in Freiham, um gegen Schwangerschaftsabbrüche zu protestieren. Einige von uns waren gestern dort unterwegs; wir haben Flyer verteilt und die Anwohner*innen über die so genannte „Mahnwache“ der Fundis informiert.

Beten könnten sie überall, stattdessen positionieren sie sich gezielt an den Orten, an denen ungewollt schwangere Menschen Hilfe und Unterstützung suchen. Wir betrachten das als gezielten Angriff auf das Recht auf körperliche und reproduktive Selbstbestimmung! Diese Angriffe zeigen leider Wirkung, wie wir in diesem Beitrag ausführlich dargelegt haben. Weiterlesen